Auf dieser Seite werden Beiträge und Schreiben von Anrainer/innen an die AIA veröffentlicht.


Der nachstehende Blog von Johann Fischler bietet eine bunte Mischung von Anrainermeinungen zum Innsbrucker Flughafen.

 http://www.conserio.at/sag-innsbruck-intl-airport-zu-mir-flughafen-innsbruck-war-gestern/


S.g. Frau Unterleitner.

Ich bedanke mich für den Artikel im Stadtblatt. Der Arzt, der so deutliche Worte fand, findet meine Zustimmung.
Ja, zu Teil leben wir in einer Lärmhölle. Straßenverkehr, Luftverkehr und selbst gemachter Lärm machen uns das Leben schwer. Oft sind wir meilenweit von der Idylle, wie sie auf einigen ÖVP-Plakaten jetzt zu sehen ist, entfernt.
Natürlich haben wir die Möglichkeit, an einem schönen Wochenende in die Berge, weitab vom Verkehrslärm, zu fahren und uns zu erholen. Aber nicht alle haben diese Möglichkeit. Es gibt viele Menschen, Familien, die sich kein Auto leisten können und für die solche tollen Gegenden nur am
Plakat sichtbar bleiben.
Als Bürger dieses Landes und der Stadt Innsbruck fühle ich mich seit Jahren von der Politik im Stich gelassen. Kritisiert man diese, wird meistens auf die wirtschaftliche Notwendigkeit hingewiesen. Kein
Politiker der Regierungsparteien in Stadt und Land ist bereit, Verantwortung zu tragen. Es wird viel schön geredet und groß gestikuliert aber wenig bis gar nicht gehandelt.
Spaßhalber habe ich schon zu meiner Frau und meinen Freunden gesagt, dass ich irgendwann mal auswandern werde. Ja, ich werde meinem geliebten Tiroler Land den Rücken kehren, wenn es so weiter geht. Andere Großstädte sind lebenswerter. Städte, die z.B. ihren Flughafen weit außerhalb haben. Hat sich jemand schon mal angeschaut, wo der Linzer bzw. der Wiener Flughafen liegen? Oder der Münchner Flughafen?Und das dann mit unserer Lage zwischen den Bergen und zwischen den Dörfern verglichen?
Ich frage mich, wo unsere Politiker alle wohnen? Meldet sich die Grüne Stadträtin Uschi Schwarzl zu Wort, die ja auch Verständnis dafür hat, weil sie in der Gegend wohnt, dann fällt dem Herrn Federspiel nichts besseres ein, als das als Blödsinn abzutun. Würde mich interessieren, wo Herr Federspiel eigentlich wohnt. Eine Gastschülerin aus Estland, die derzeit bei uns wohnt, schüttelt ob des Fluglärms auch immer wieder den Kopf. Auch in ihrer Schule (BORG) versteht man oft das eigene Wort nicht, wenn eine Maschine nur wenige Meter über den Dächern im Landeanflug vorbeidonnert.

mfg
N.N. (Name und Adresse bekannt)


Nachstehend eine Beschwerde eines Anrainers zu einem Triebwerksprobelauf außerhalb des Probelaufstands:

Sehr geehrter Herr Prok.Pernetta,

ich möchte mich als Anrainer massivst bei Ihnen als Prokuristen des Flughafens Innsbruck für die EXTREME Lärmbelästigung am heutigen Sonntag morgen um 0715 bis 0728 durch Triebwerksprobelauf unter Voll-Last und dementsprechender Lärmerzeugung von über 100 DB der AUA Fokker am Taxiway 270 beschwerden.

Ist es nicht genug das wir unter dem extremen Charterverkehr und dessen Lärm & Kerosin & Gefährdung leiden, das auch noch dazu am SONNTAGMORGEN Triebwerktestläufe veranstaltet werden,  daß die ganze Familie inclusive kleiner Enkelkinder aus dem Bett katapultiert werden.
Als ehemaliger Pilot und Anrainer seit 40 Jahren habe ich dafür Nullverständniss !

Hochachtungsvoll
Thomas Walli


Antwort der FlughafenbetriebsgmbH:

 Sehr geehrter Herr Walli,

auch wenn ich persönlich kein Ohrenzeuge des Lärms am Sonntag in der Früh war, kann ich mir - auch aufgrund der Schilderung unserer eigenen Mitarbeiter - sehr gut vorstellen, was sich dort abgespielt hat. Ich möchte mich deshalb hiermit auch im Namen der TFG bei Ihnen dafür entschuldigen.

Wir haben inzwischen intern klare Anweisungen gegeben, damit sich trotz allen wirtschaftlichen Drucks der Airlines ein solcher Vorfall nicht wiederholen kann. Dann müssen eben 80-90 Passagiere einmal eine Verspätung in Kauf nehmen. Ich bin z.Zt. noch am Klären, warum dieses Flugzeug überhaupt in Innsbruck diesen Probelauf machen mußte, nachdem die heimische Tyrolean Technik normalerweise keine Wartungen an Jetflugzeugen der Tyrolean durchführen darf! Zum Glück gehören deshalb Probeläufe von größeren Jets zur absoluten Ausnahme und sind nur in sehr dringenden technischen Fällen als Voraussetzung für einen sicheren Weiterflug erforderlich. Am Sonntag um kurz nach 7 Uhr werden wir dies in Zukunft aber nicht mehr genehmigen!

Ich kann Ihnen nur nochmals mein Bedauern über die Belästigung am letzten Sonntag aussprechen, dies war keinesfalls in unserem Interesse!

Mit freundlichen Grüßen
Tiroler Flughafenbetriebsges.mbH
 
Prok. Dipl.-Ing. Marco Pernetta
Flugplatzbetriebsleiter

Sehr geehrter Herr Walli,

inzwischen habe ich zusätzlich in Erfahrung bringen können, dass an dem betroffenen Flugzeug tatsächlich am Samstag auf dem letzten Flug nach Innsbruck zunehmende Vibrationen im Triebwerk verzeichnet wurden. Nachdem noch am Abend ein Techniker der Austrian die notwendigen Arbeiten zur Behebung an den Triebwerken durchgeführt hat, war es aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben, mit den Triebwerken unter voller Leistung einen Probelauf vor dem nächsten Abflug durchzuführen.

Nachdem das Flugzeug am Sonntag in der Früh planmäßig mit über 70 Passagieren um 08:35 Uhr nach Wien hätte fliegen sollen, hat dann der diensthabende Flugplatzbetriebsleiter den Probelauf bereits soweit verzögert, dass erst kurz vor halb neun um ca. 08:25 Uhr mit dem Probelauf begonnen wurde - die von Ihnen genannten Zeiten beziehen sich noch auf die Winterzeit! Allein durch diese Maßnahme hat sich der Abflug der Maschine dann auch um eine halbe Stunde auf 09:08 Uhr verzögert.

Mit freundlichen Grüßen
Tiroler Flughafenbetriebsges.mbH
 
Prok. Dipl.-Ing. Marco Pernetta
Flugplatzbetriebsleiter

AIA Kommentar zum Schreiben des Herrn Walli / Antwort der TFG betreffend Probeläufe außerhalb des Laufstandes

Wartungen außerhalb des Probelaufstandes sind keine Einzelfälle. Es stellt sich nicht einmal die Frage, auf welcher Rechtsbasis sie durchgeführt werden, sie sind schlicht und einfach verboten! Das ist mehrfach belegt:

1) Aus der Verhandlungsschrift zur Benützungsbewilligung des Probelaufstandes vom 13.8.1992, erstellt vom Bundesministerium für Öffentliche Wirtschaft und Verkehr, Oberste Zivilluftfahrtbehörde, Stellungnahme der Vertreter des Magistrats der Landeshauptstadt Innsbruck:

„Gegen die Erteilung der Benützungsbewilligung besteht kein Einwand, sofern  die Probeläufe bei Tag und Nacht nur innerhalb des Triebwerkslaufstandes erfolgen …“

2) Aus dem Antwortschreiben des oben zitierten Ministeriums vom 6.11.2000:

… Nach mehreren Telefonaten des Unterfertigten mit der Geschäftsführung und der Flugplatzbetriebsleitung des Flughafens Innsbruck verfasste diese ein Schreiben an die Tyrolean Airways, in dem auf die strikte Einhaltung des Verbots von Triebwerksprobeläufen außerhalb des Probelaufstandes hingewiesen wird.

Seitdem ist dieser Missstand auf dem Flughafen Innsbruck beseitigt“

3) Nach mehreren Vorfällen schrieb der Verein Initiative Lebensraum Kranebitten am 15. September 2004 an Herrn Dir. Falch: „Allen betroffenen Airlines und ihren Mitarbeitern ist ein für alle Mal klar zu machen, dass Probeläufe / Wartungen außerhalb des Probelaufstandes nicht gestattet sind. Das ist nicht Aufgabe der Bürger, sondern der Flughafenbetriebsges.m.b.H., der zuständigen Behörden und -  in Vertretung  der Bürger – der Politik.

Herr Landeshauptmann Eberle hat in Beantwortung einer Anfrage der Tiroler Grünen explizit festgehalten: Probeläufe mit Propellerflugzeugen außerhalb vom Triebwerksprobelaufstand sind – sofern dieser nicht aus dringenden und unvermeidbaren Gründen gesperrt oder eingeschränkt nutzbar sein sollte – unzulässig. Die zwingende Nutzung ist in den Zivilflugplatzbedingungen vorgeschrieben.“

Die Verantwortlichen am Flughafen wissen das also und scheuen sich nicht, unserem Beschwerdeführer zu antworten:

„Am Sonntag um kurz nach 7 Uhr werden wir dies in Zukunft aber nicht mehr genehmigen!“

Probeläufe außerhalb des Laufstandes dürfen zu keinem Zeitpunkt genehmigt werden. Im Umgang mit Vorschriften  hat der Flughafen Innsbruck tatsächlich eine Vorreiterrolle!

Innsbruck, 3.4.2008


Leserbrief an die TT

Grenze überschritten

Über den maßlosen LKW-Transitverkehr beschwert sich jeder Tiroler, mit dem Flugverkehr haben wir die erträgliche Grenze schon länger überschritten.

Während Autofahrer auf der Autobahn mit 100 km/h fahren müssen und dabei 40% Mineralölsteuer zahlen, donnern Flugzeuge Tonnen von verbranntem Kerosin in den Innsbrucker Talkessel und dies steuerfrei! Die Schmerzgrenze an Lärm, besonders an Charterwochenenden ist schon lange überschritten.

Ein Beispiel: an o.g. Wochenenden werden mehr als 60 Tonnen Kerosin über dem Raum Innsbruck verbrannt, das entspricht über 200 Tonnen CO2.

Ist das noch nicht genug

N.N. (Name und Adresse bekannt)


Leserbrief vom 15.02.2008

Flughafen ist eine Qual

Aus einem von der Bevölkerung akzeptierten Regionalflughafen wurde ein Luftverpester und Lärmverursacher ersten Ranges. Sind die Parteien nur Vertreter der Wirtschaft und nicht mehr für die Bevölkerung zuständig? Jetzt wird rücksichtslos über die Aufhebung des Nachtflugverkehrs während der EM nachgedacht, vielleicht könnte man das ja in Zukunft beibehalten, wenn wichtige Veranstaltungen in Innsbruck stattfinden.

N.N (Name und Adresse bekannt)


Leserbrief vom 12.02.2008 in der TT

Flughafen ist eine Zumutung

Zum Artikel „Obergrenze für Flughafen" in der TT vom 9.2.2008: Aus meiner Sicht sollte man ganz von Neuem überlegen, welchen Zweck der Flughafen erfüllen soll und was den Anrainern und allen Bewohnern von Innsbruck und dessen Umgebung dabei wirklich zuzumuten ist. Lässt man sich durch die An- und Abflüge der größeren Maschinen am Wochenende wirklich die Lebensqualität kaputtmachen? Oder akzeptiert man einfach, dass man am Inn nicht mehr spazieren oder joggen gehen kann, weil andauernd, wirklich andauernd ein derartiger Lärm vorherrscht und der Geruch nach Kerosin einem wirklich nicht das Gefühl gibt, sich in frischer Luft zu bewegen, akzeptiert man, dass am Samstag oder Sonntag das Ausschlafen zwischen 6:30 bis 7:00 ein Ende hat, wenn man in Innsbruck wohnt (dies betrifft übrigens auch die Touristen in den Hotels der Stadt). Ein Gutes hat's ja: Wecker brauchen diejenigen, die sich aus der Stadt flüchten, keinen mehr ... Wenn man dies alles nicht akzeptiert und ein Augenmerk auf die Lebensqualität der Einheimischen und der Touristen gelegt wird, muss die Zahl der 40.000 Flugbewegungen deutlich unterschritten werden.

N.N. (Name und Adresse bekannt)


Schreiben an Dir. Falch vom 12.02.2008

Sehr geehrter Herr Dir. Falch,

 wie ich der Zeitung des letzten Wochenendes entnahm, freuen Sie sich über die wachsende Auslastung und steigende Passagierzahlen am Flughafen Innsbruck. Ein toller Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor, der Flughafen. Anderen Orts gaben Sie an, die Zahl der Flugbewegungen blieb über Jahrzehnte konstant, weshalb man meinen könnte, der wachsende Unmut der Bevölkerung wäre aus der Luft gegriffen. Um dem allen einen vorsorglichen Riegel vorzuschieben, behaupten Sie schnell, es wurde Ihrerseits in weiser Voraussicht bereits eine Obergrenze für Flugbewegungen eingeführt. Toll!

 Ich darf auf diese Ihre Informationsoffensive wie folgt antworten:

Vielleicht träume ich ja oder befinde mich an Wochenenden in einem hypersensiblen diliriumähnlichen Zustand, aber als direkter Anrainer am Westende des Flughafens (Völs) wurden die Wochenenden zu einem Albtraum.

Ich bin Flugzeugfreund von klein auf, doch was sich seit diesem Winter abspielt, ist eine unglaubliche Zumutung. Sie haben jedes akzeptable Maß an Beeinträchtigung der Anrainer bei weitem übertroffen. Es ist so schlimm, dass man an Wochenenden nicht mehr zuhause bleiben kann und sich andere Erholungsorte sucht. Man wird von Ihren Expansionsaktivitäten aus seinem Haus vertrieben. Ist das nachhaltiges Wirtschaften in Ihrem Sinn?

Sollten Sie weiterhin die Augen vor den Horror-Wochenenden verschließen und zum Hohn noch über Medien behaupten, alles sei bestens, lade ich Sie einen Samstag zu mir nach Hause ein. Wenn Sie keine Unterhaltung führen, keinen Film sehen, keinen Schlaf und keine Erholung finden können, werden vielleicht auch Sie verstehen, was Sie vielen tausend Innsbruckern und noch mehr erholungssuchenden Gästen antun. Von der Umwelt ganz zu schweigen.

Ignoranz ist keine Lösung!

Mit freundlichen Grüßen

N.N (Name und Adresse bekannt)


Leserbrief an die TT

Dieser Flugverkehr – wenn das nicht Terror ist

Was sich derzeit wieder am und  rund um den mitten im Innsbrucker Stadtgebiet liegenden Flughafen abspielt, ist Belastung pur. Du weißt nie, wann er kommt, du kannst ihm nicht entrinnen, wenn er plötzlich wieder da ist, egal ob Start oder Landung: Dieser exorbitante Lärm. Und mit ihm die Umweltbelastung durch  riesige Abgasmengen. Es stinkt nicht zum Himmel, sondern in die Wohngebiete, aber nicht alle Schadstoffe riecht man.

Den Flughafen kümmert das nicht – Hauptsache der „Rubel“ rollt. Und die Politik? Sie versagt, hat sich einlullen lassen. Jene, die Weitblick beweisen und sich um ein erträgliches Maß bemühen, werden geprügelt. Lärmschutz für die Betroffenen gibt es trotz eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses nicht. Was bei Straße und Bahn bereits selbstverständlich ist, findet in Innsbruck beim Flugverkehr nicht statt. Hauptsache, man verlegt jetzt den Inn und  behauptet, das sei für die Sicherheit der Piloten und Passagiere unerlässlich. Dafür ist natürlich Geld da. Die Lebensqualität der betroffenen Anrainer – wen interessiert die schon.

Die Betriebszeiten werden am Innsbrucker Flughafen wie üblich nach Gutdünken „verlängert“, ohne dass es Konsequenzen hätte. Und als ob nicht schon die Charterwochenenden reichen würden, tobt sich auch noch das Militär mit unendlich vielen Flügen durch das enge Inntal aus. Nach dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos wird es auch die Euro 08 wieder beweisen.

Unter dem Deckmantel der Sicherheit ist wohl alles erlaubt. Wirtschaft und Politik sind gnadenlos geworden. Die Lebensqualität künftiger Generationen wird verantwortungs- und rücksichtslos heute verspielt.

Innsbruck, 29.1.2008 


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wohnen im Norden von Kematen und die Belästigung durch an- und abfliegende Flugzeuge wird langsam unerträglich. Bitte informieren sie uns via Newsletter über ihre Aktivitäten und wie wir uns daran beteiligen können.
Herzlichen Dank
A. K.

(Name und Adresse bekannt)

08.01.2008


Liebe Anrainerschutzgemeinschaft!

Ich wohne erst seit Oktober 2006 in Innsbruck (vorher Telfs) und meine selbst in diesem kurzen Zeitraum beobachten zu können, dass die Flugbewegungen und damit die Lärmbelästigung deutlich gestiegen sind und immer ärger werden.

Deshalb habe ich am Wochenende einen Leserbrief verfaßt und auch an die Gemeindeoberen geschickt, der in der NEUEN gestern auch erschienen ist.

Nach dem heutigen Morgenkrach habe ich unten zu lesende 2. Nachricht an die Stadtregierung und div. PolitikerInnen geschickt. Eine Antwort auf meine erste Email, die ein bißchen Mut macht, erhielt ich lediglich von Uschi Schwarzl. Platzgummer, der sofort antwortete, und Oppitz-Plörer, die mich anrief, hatten eher nur typische Politiker-Unverbindlichkeiten auf Lager....

Ich bitte Sie um laufende Infos und werde mich, soweit es meine Zeit erlaubt, künftig auch beteiligen.

Mit besten Grüßen
J.C.Aigner

16.01.2008


Sehr geehrte Stadtregierungsmitglieder!

Ich darf auf die Rückmeldung von Dr. Platzgummer und Mag. Oppitz-Plörer auf meine erste Zuschrift - für die ich danke - dringend ersuchen, die Erhebungen zu den Flugbewegungen, die Dr. Platzgummer versprochen hat, nicht auf das vergangene Wochenende zu beschränken, sondern überhaupt auf die letzten Wochen.

Denn was sich z.B. heute, Mittwoch(!) früh am Himmel über Innsbruck wieder abgespielt hat und bis zu dem Zeitpunkt, wo ich das schreibe, immer noch abspielt, beweist, dass es nicht mehr nur um das Wochenende und Wochenendtourismus geht, sondern dass diese Missstände schon die ganze Woche
über anzuhalten drohen.

Wenn das nicht anders wird oder so bleibt, dann werde ich zusammen mit Uni-KollegInnen, mit Hilfe internationaler Experten und weit über die Universität hinaus eine Widerstandsbewegung gegen die Flugbelästigung initiieren oder der bestehenden Initiative hinzufügen, die es bisher nicht gab.

In Innsbruck und Tirol gewählt werden wollen, wird dann davon abhängen, die Bevölkerung gegen diese unzumutbaren Belastungen geschützt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
und der Bitte um Unterstützung

Prof. Dr. J. C. Aigner


Lärm und Gestank sind eine Zumutung

Wie viel Lärm- und Abgasbelastung verträgt die Innsbrucker Bevölkerung? Es scheint jeden Samstag dasselbe zu sein. Dutzende Flugzeuge starten und landen mit ohrenbetäubendem Lärm, wobei zudem sicherlich nicht wenige Abgase die schon belastete Luft im Innsbrucker Raum noch verschlechtern. Die Flughafenleitung scheint dies nicht sehr zu kümmern, denn die Steigerung der Passagierzahlen ist ein erklärtes Ziel der Unternehmensphilosophie. Auch der Politik scheint die Belastung der Bevölkerung kein Kopfzerbrechen zu bereiten, sonst hätte man schon längst regulierend eingegriffen, wie man es zum Beispiel durch Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Autobahn daneben macht. Es kann doch nicht so sein, dass alle Bereiche unseres Verkehrs ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten müssen und nur der Luftverkehr bevorzugt behandelt werden will. Lärmbelastung und Kerosingestank an den Chartersamstagen sind besonders ärgerlich.

Leserbrief TT, Martin Bichler

21.01.2008

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