

Der > Antrag (pdf zum Download) von StrRin Uschi Schwarzl zu Lärmschutzmaßnahmen für FlughafenanrainerInnen wurde im Gemeinderat am 26.02.2009 mit vier Gegenstimmen angenommen.
Mitschrift der anwesenden Mitglieder der AIA: > Protokoll (pdf zum Download)
Am 1.Juli 2002 fand eine Sondersitzung des Innsbrucker Gemeinderates unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Van Staa statt. Thema war die aus Sicherheitsgründen vom Flughafen Innsbruck beantragte Flughafenerweiterung mit Pistenvorfeldverlängerung, welche in der Form der "Innverlegung light" nunmehr im Jahr 2008 in Angriff genommen wird. Neben Vertretern des Innsbrucker Flughafens waren zahlreiche Experten aus dem Bereich Planung, Ökologie ebenso wie Vertreterinnen der Anrainer anwesend. Die Lektüre empfiehlt sich, um die Diskussion um die Flughafenerweiterung historisch nachvollziehen zu können: Protokoll der Sitzung
Unter dem Tagesordnungspunkt "Tiroler FlughafenbetriebsgesmbH (TFG), Erweiterung der Sicherheitszone, Information durch die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat" informierten Dir. Flach vom Flughafen und Dr. Schmid von der IKB und Mitglied des Aufsichtsrates über die Erweiterung der Sicherheitszone. Wenn man mehr über die Feinheiten wie Verlängerung der Landestrecke bei gleichbleibender Landpiste erfahren will, empfiehlt sich dieses Protokoll.
Im Sinne der durch den Flughafenbetrieb belasteten Anrainer/innen wendet sich die Schutzgemeinschaft immer wieder mit Anliegen und Anregungen an die Politik, die ein neutraler Mittler zwischen den Bedürfnissen der Bürger/innen und den wirtschaftlichen Interessen des Fluhafens sein sollte. Wir geben auf diesen Seiten die Reaktionen wieder, die wir auf unsere Anfragen von Seiten der Politik erhalten - oder leider auch nicht.
Im Innsbrucker Gemeinderat wurde in der Sitzung vom 28. Juni 2007 über die 3 Anträge der Innsbrucker Grünen zu den Themen lärmabhängige Gebühren, Lärmschutzfenster und Veröffentlichung der Lärmmessungen
Tiroler FlughafenbetriebsgesmbH (TFG), Weiterentwicklung des Züricher Modells lärmabhängiger Landegebühren zu einem Innsbrucker Modell und Umsetzung
Richtlinien zur Förderung für den Einbau von Lärmschutzfenstern bei AnrainerInnen des Flughafens Innsbruck
Tiroler FlughafenbetriebsgesmbH (TFG), Veröffentlichung der Fluglärmmessergebnisse der Messstellen 1, 2 und 3 in Verbindung mit den Flugbewegungsdaten (StR Mag. Schwarzl)
diskutiert und abgestimmt. Das Protokoll stammt von der Homepage der Stadtgemeinde Innsbruck und ist lesenswert und zeigt die politischen Meinungen dazu von den Grünen und von den Fraktionen "Für Innsbruck", SPÖ, ÖVP und der Liste Federspiel.
Wenn sie das Protokoll im Originaltext nachlesen möchten, klicken sie | hier |.
Auf unser Schreiben vom 4.12.2006 haben uns folgende Antworten erreicht:
Landeshauptmann DDr. van Staa:
Teilt mit, unser Schreiben wurde zur direkten Erledigung an LR Lindenberger weitergeleitet.
LH-StV. Dr. Zanon und LR DI Lindenberger:
Beide haben sich auf ein Schreiben des Flughafens bezogen. Beide Antworten waren daher weitgehend identisch und unkritisch. LR Lindenberger hat sich immerhin bemüht, in manchen Passagen ein paar eigene Formulierungen zu finden und sich auch um die Pilotenschulungen des Innenministeriums gekümmert und die Zusage einer anderen Flugroute bewirkt.
Beide sandten wortgleich den vom Flughafen vorformulierten Text weiter:
„Grundlage für die Einteilung in „laut“ und „leise“ waren die umfangreichen Lärmmessungen des Flughafens Zürich. Diese Vorgehensweise wurde eigens in einem Gutachten von Univ. Prof. Dr. Dipl.-Ing. Heinz Tiefenthaler überprüft, der im Ergebnis keinen Mangel daran feststellen konnte. Die Klasseneinteilung, die Festlegung der Lärmzuschläge und die Verwendung bzw. Aufkommensneutralität wurden spezifisch für Innsbruck festgelegt und unterscheiden sich erheblich vom Gebührenmodell in Zürich, so dass in Innsbruck von Beginn an ein mit Zürich nicht vergleichbares „Innsbrucker Modell“ zur Anwendung kam.“
LRin Zanon weiter im Originaltext des Flughafens: „Bezüglich der lärmabhängigen Gebühren, bei denen Innsbruck immer noch eine österreichweite Vorreiterrolle spielt, haben wir von Anfang an darauf hingewiesen, dass aufgrund der nationalen Vorgaben solche Landegebühren nur den Zweck haben können, den Einsatz von altem und deshalb auch lärmintensivem Fluggerät nach Innsbruck für Fluggesellschaften unwirtschaftlicher zu machen. Es dürfen dadurch gemäß der nationalen Vorgabe durch das Verkehrsministerium weder Mehreinnahmen für den Flughafen noch Überschüsse für etwaige Lärmschutzprogramme o.ä. erzielt werden. “
Nicht zum ersten Mal hatte der Flughafen fehlerhafte Unterlagen geliefert, die vom bekannten Salzburger Lärmtechniker erstellt worden waren. Nachdem die Anrainervertreter im Flughafen-Umwelt-Forum diese Fehlerhaftigkeit und die gravierenden Mängel erkannt hatten, die Umweltbeauftragte des Flughafens, Frau Lindenberger, jedoch ein Gespräch dazu „aus zeitlichen Gründen“ ablehnte, wurden Politik und Öffentlichkeit informiert. Daraufhin sah sich der Flughafen veranlasst, die vom Gutachter erstellten Unterlagen von Prof. Tiefenthaler überprüfen zu lassen. Nicht mehr und nicht weniger war sein Auftrag.
Aus dieser Überprüfung ergaben sich Schlussfolgerungen für eine zukünftige Strategie, sprich: „Innsbrucker Modell“:
Verbesserung der Erfassung, Messung und Auswertung der Flugbewegungen, Auswertung aller Flugzeugtypen, Prüfung der Zweckmäßígkeit der Auswertung weiterer Messstellen (Innsbruck-Allerheiligen, Völs), Berücksichtigung von Start und Landung, wie erfolgt eine Berücksichtigung seltener Flugbewegungen einzelner Flugzeugtypen (im nicht statistisch ausreichendem Stichprobenumfang), Beurteilungskriterium SEL oder LAmax, Einteilung in Lärmklassen oder stetige Funktion, progressive Ausgestaltung m(exponentieller Anstieg der Lärmentgelte, Spreizung zwischen höchstem und niedrigstem Entgelt), Berücksichtigung unterschiedlicher Immissionsgrenzwerte nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie (Tag, Abend, Nacht), Berücksichtigung der lokalen Betroffenheit, Dynamisierung des Entgeltmodells, Stärkung der kommunikativen Wirkung, Monitoring und Reporting.
BMin Zach:
Keine Antwort! Möglicherweise im „Hilde-Stollen“ der Hungerburgbahn verschollen!
StR.DI Peer:
Will sich als zuständiger Umweltstadtrat um die Anliegen der rund um den Flughafen lebenden Bevölkerung kümmern. Er ist Vorsitzender im Flughafen-Umwelt-Forum und hofft, eine Verbesserung für die Bevölkerung zu erreichen.
Aus einem Schreiben des Flughafens vom 2.7.2004 an das Büro der Bürgermeisterin:
„Zukünftig soll aber eine Klassifizierung auf Basis der in Innsbruck gemessenen tatsächlichen Fluglärmdaten angestrebt werden". Letztlich sollen dem „Innsbrucker Modell“ für lärmabhängige Landetarife diese Erkenntnisse zu Grunde gelegt werden. "Selbstverständlich werden wir Sie auch weiterhin jederzeit über den aktuellen Stand bei der Erstellung einer „Innsbrucker“ Lärmklassifizierung" auf dem laufenden halten.“
Nach unserem Wissensstand hat Prof. Tiefenthaler bis heute keinen Auftrag für die Ausarbeitung eines „Innsbrucker Modells“ erhalten.